Sonntag, 24. Januar 2010

Späte Leeren

Der Damm ist ja noch nicht so richtig gebrochen, aber aus den Rissen sprudelt und fließt es schon ganz ordentlich.

Ich bemühe mich, jeden Tag wenigstens ETWAS zu schreiben. Und sei es nur ein Wort. Meist werden es dann ein paar mehr. Nicht alle davon überleben den nächsten Tag, aber ich komme vorran und bin im neuen Kapitel inzwischen schon auf Seite zwölf. Wobei es da eine Seite gibt, die wohl nochmal wegkommt. Also Seite elf.

Wie dem auch sei: Mit einer halben oder einer Stunde Arbeit am Tag kommt man natürlich nicht schnell vorwärts, aber ich komme vorwärts.

Und vor allem: Das neue neunzehnte Kapitel gefällt mir. Ich habe es aufgegeben, das alte überarbeiten zu wollen. Auch hier wieder half am Ende nur: Zusammenknüllen, einen drei Punkte Wurf in den Mülleimer, und nochmal von vorne. Und wie immer: Eine wirklich gute Entscheidung.

Manchmal frage ich mich, weshalb ich beim ersten runterschreiben der Geschichte ein nicht funktionierendes Schrottkapitel schreibe, und es nicht merke. Ich meine, mittlerweile habe ich ja bereits drei Kapitel komplett entsorgt und neu geschrieben. Weshalb merke ich das erst in der Überarbeitung? Es würde mir viel Zeit sparen, die groben Schwächen mancher Kapitel schon im Schreibprozess zu bemerken, nicht erst in der Überarbeitung.

Nun - Hauptsache ich merke es überhaupt und ändere etwas. Es ist harte, nervige und kleinteilige Fummelarbeit, aber das Ergebnis gefällt mir mit jedem Tag besser.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen